Passionskonzert mit einem tollen Countertenor...

... und viel Bach im Linzer Brucknerhaus

Eher unbekannte Werke bereit hielt das Passionskonzert am Mittwoch im Brucknerhaus mit dem hervorragenden Bach Consort Wien unter Leitung des Cellisten Rubén Dubrovsky.

Deutsche Barockmusik bestimmte den ersten Teil, zu Beginn ein Quadro in g-Moll nach dem Passionslied "O Haupt voll Blut und Wunden" von Johann G. Janitsch, einem Zeitgenossen Bachs am Hofe Friedrichs II. Überraschend heiter und spielerisch für ein Passionswerk.

Danach Bachs große Kantate "Geist und Seele wird verwirret" mit der Singstimme im Mittelpunkt, dominierend und fremd für unsere Hörgewohnheiten. Bewundernswert, wie souverän der Countertenor Carlos Mena das schwierige Werk trug - genau wie das für Vivaldi überraschend ernsthafte Stabat Mater.

Den "Osterspaziergang" durch wenig Bekanntes rund um die Festzeit vervollständigte eine Orgel-Toccata von Johann Pachelbel.

Neues Volksblatt vom 14.04.2006

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