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Wiener Osterkonzert 2015

 

Wiener Osterkonzert 2015 im Stephansdom
25. März 2015, 20:30 Uhr


Ostern: Für viele Komponisten eine wichtige Inspirationsquelle und Herausforderung. Es entstanden bedeutendste Werke der Musikgeschichte. Diese Musik bringt das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky kurz vor der Semana Santa an den Ort zurück, für den sie komponiert worden ist: den sakrale Raum, den Wiener Stephansdom.

Hommage à Antonio Vivaldi - Musica sacra
geistliche Musik aus Venedig


Kyrie - RV 587
Nisi Dominus - Psalm - RV 608
Credo - RV 591
Sum In Medio Tempestatum - Motette "per ogni stagioni" - RV 632
Et In Terra Pax - RV 588
In Turbato Mare Irato, Motette - RV 627

Vivica Genaux
Wiener Kammerchor, Einstudierung Michael Grohotolsky
Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky, Dirigent

 

Vicia Genaux - Foto by Christian Steiner

 

Bach Consort Wien - Osterkonzert 2014 im Stephansdom - Foto by Nela Pichl

Tickets

Kunst & Kultur Ticket-Line: +43 1 581 8640
  Mo bis Do: 09:00h bis 17:00h; Fr 09:00h bis 15:00h

via e-Mail an ticket(at)osterkonzert.at
  Geben Sie bitte Ihre Kontaktadresse und Ihren Kartenwunsch an

im Stephansdom-Shop und an der Abendkassa

€ 45,- Kategorie A / € 30,- Kategorie B
€ 18,- in Kategorie C und  Kategorie D
Freie Sitzplatzwahl im Sektor

Ö1 Clubmitglieder erhalten gegen Vorweis der gültigen Clubkarte 10 % Ermäßigung auf den Ticket-Originalpreis. In Kategorie C und D eingeschränkte Sicht bzw. keine Sicht möglich


Das Osterkonzert im Stephansdom ist eine Projektinitiative des Bach Consort Wien. Den Ehrenschutz übernommen haben: der amtsführender Stadtrat für Kultur und Wissenschaft in Wien, Andreas Mailath-Pokorny und die Bezirksvorsteherin für den Bezirk Wien Innere Stadt, Ursula Stenzel.

Das Osterkonzert im Stephansdom wird ermöglicht durch die Unterstützung des Wiener Städtischen Versicherungsvereins und der Wiener Städtischen Versicherung.


Eine Produktion der SCARLATTI Arts international in Zusammenarbeit mit:
Stephansdom Wien, Bezirk Wien Innere Stadt, WienTourismus, Radio Ö1 und dem ORF-Fernsehen.

Weitere Informationen finden Sie in Kürze unter www.osterkonzert.at

 

 

 

La Betulia liberata

Oratorium (1772) von Florian Leopold Gassmann (1729 -1774)
Libretto: Pietro Metastasio

4. April 2015, 18:00 Uhr - Minoritenkirche Wien - Osterklang 2015


Viktorija Bakan
Vladinir Dmiturk
Tobias Greenhalgh
Jakob Hupmann
Natalia Kawalek-Plewniak
Cigdem Soyarslan


Wiener Kammerchor, Ltg. Michael Grohotolsky
Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky, musikalische Leitung



Der österreichische Komponist Florian Leopold Gassmann trat 1771 für die Gründung der Tonkünstler-Sozietät ein, die Musikveranstaltungen für die Öffentlichkeit in Wien organisieren und sich zudem um Witwen und Waisen verstorbener Mitglieder der Vereinigung annehmen sollte. Das von ihm komponierte und am 19. März 1772 uraufgeführte Oratorium La Betulia liberata war die erste Aufführung der neugegründeten Sozietät.

Hierbei griff Gassmann auf ein Libretto Pietro Metastasios zurück, das u.a. auch von W. A. Mozart vertont wurde und insbesondere das Wiener Publikum an eine Ereignis erinnerte, das sich wie kaum ein anderes dem kollektiven Gedächtnis eingegraben hatte: die Befreiung der Stadt von der Belagerung durch die Türken 1683 (Text: Theater an der Wien).



Gassmanns La Betulia Liberata

Es gibt rund 80 Oratorien, die das Judithbuch als Thema beinhalten. In Wien hatte damals diese Handlung eine Sonderstellung, da Judith oft mit Maria Theresia assoziiert wurde. Beide waren angezweifelte Heldinnen, schön, sehr religiös, ihren Ehemännern ergeben, bei deren Tod am Boden zerstört und in Bereichen tätig, die sonst üblicherweise nur Männern vorbehalten waren. Gassmann wählte das Libretto nicht ausschließlich aufgrund der Popularität und den parallelen zur Persönlichkeit Maria Theresias, sondern auch wegen Metastasios außergewöhnlicher Dramatik.

Das Libretto gab den Stoff für ein Oratorium, das sehr nahe an der Oper liegt. Gassmann schuf damit ein Werk, das als ein hervorragendes Beispiel für den Übergang zur Wiener Klassik steht. Viele Elemente sind zu finden: Die Figuren werden über klar gezeichnet, so, dass auch Zuschauer folgen können, die der Italienischen Sprache nicht mächtig sind. Die Streicher „weinen“ zum Wort "Pianto", Tremoli ertönen wenn von Feuer die Rede ist. Und als von Holofernes' Ableben berichtet wird, verstummt auch das Orchester kurz.

Außer dem theologischen Diskurs sind die Recitativi accompagnati, die als Arien ausgeführt sind, nicht alle in reiner Da Capo Form, sondern werden manchmal entweder komprimiert oder verkürzt, um die dramatische Aktion fließender vorwärts zu bringen. Der Chor unterbricht Gebete und Dialoge mit lauten Rufen, womit er sehr realistisch eine wütende Meute repräsentiert. Das Finale ist sehr komplex, es beinhaltet sowohl Soli als auch Duette oder Tuttistellen. Wahrscheinlich ist dies ein Beispiel des Bestrebens Gassmanns, im Finale der Opera Buffa das Sängerensemble einzubringen.

La Betulia Liberata ist eines der spannendsten Werke dieser Zeit, geschaffen von einem brillanten Komponisten am Wiener Hof, der damit den Übergang zur Vorklassik einleitete.

Weitere Informationen finden Sie  auf der Website des Theater an der Wien

 

Termine / Tickets

22.03.2015

Gli uccellatori - Florian Leopold Gassmann »

Stefan Gottfried; Bach Consort Wien

12.06.2015

L. Vinci / G.F. Händel - Semiramide »

Händelfestspiele Halle (D), Rubén Dubrovsky; Bach Consort Wien

Projekte

Ein Auszug aus Konzertprogrammen und Projekten mit Informationen zu Gastsolisten und Besetzung
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