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Salomons Reise

24. Mai 2015 19:30 - Barocktage Stift Melk | Kolomanisaal

Michael Schade | Dee McKee | Veronika Zimmermann, Konzept
Alexander Hauer, Regie
 

Martina Janková, Sopran
Michael Schade, Tenor
Manuel Walser, Bariton
Florian Teichtmeister, Rezitation
 
Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky, Dirigent
 

Einführungsvortrag: Alexander Hauer
Dietmayrsaal | 18.45 Uhr

Dezember 1791. Die Welt trauert um Wolfgang Amadeus Mozart. Eine Kutsche fährt durch die winterliche Landschaft von Wien nach Prag, wo die Trauerfeier für den vor einer Woche Verstorbenen stattfinden soll. Der Passagier ist Johann Peter Salomon, Geiger, Komponist und Impresario. Nachdem er im Vorjahr Joseph Haydn erfolgreich in London etabliert hatte, wollte er mit Mozart eine ebensolche Unternehmung starten und das nächste Kapitel Musikgeschichte schreiben. Stattdessen trifft er bei dieser Seelenmesse drei der berühmtesten Sänger, die ihre Arbeit mit dem großen Komponisten Revue passieren lassen. Sie erinnern sich an den gemeinsamen Weg, den sie mit ihm beschritten haben – und an seine Musik. Salomon schmiedet einen neuen Plan, vielleicht könnten diese Sänger Erfolg in London bringen … Steigen sie wohl in seine Kutsche? An diesem halbszenischen Pasticcio-Opernabend ist das Publikum eingeladen, auf den Wagen voller poetisch-musikalischer Kostbarkeiten aus Mozarts Feder aufzuspringen! (Text: Barocktage Stift Melk)


Programm

Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
 
Symphonie Nr. 1 in Es-Dur, KV 16 | 1.Satz – Allegro & 3. Satz - Presto
Ave Verum Corpus, KV 618
« Dalla sua pace» KV 540a Arie des Don Ottavio aus “Don Giovanni” (Michael Schade)
« Rivolgete a lui lo sguardo», KV 584 (Manuel Walser)
« Giunse alfin il momento – Deh vieni non tardar » Arie der Susanna aus « Le Nozze di Figaro »
(Martina Janková)
 
« Crudel ! perchè finora » aus « Le Nozze di Figaro » (Martina Janková & Manuel Walser)
« Misero ! oh sogno – Aura, che intorno spiri » KV 431 (Micheal Schade)
Symphonie Nr. 34 in C-Dur, KV 338 | 3. Satz – Allegro vivace
 
- Pause -
 
« Liebes Mandel, wo is’ Bandel » KV 441 (Martina Janková, Michael Schade, Manuel Walser)
« Mentre ti lascio, oh figlia » KV 513 (Manuel Walser)
« Müsst’ ich auch durch tausend Drachen » KV 435 (Michael Schade)
« Non pui, totto ascoltai… Non temer, amato bene » KV 490 (Martina Janková & Violine obligat)
« Mandina amabile » KV 480 (Martina Janková, Michael Schade, Manuel Walser)
Symphonie Nr. 38 in D-Dur, KV 504 « Prager » | III. Satz - Presto

 

zur Website der internationale Barocktage Stift Melk >>

 

 

La Betulia liberata

Oratorium (1772) von Florian Leopold Gassmann (1729 -1774)
Libretto: Pietro Metastasio

4. April 2015, 18:00 Uhr - Minoritenkirche Wien - Osterklang 2015


Viktorija Bakan
Julian Henao Gonzales
Tobias Greenhalgh
Jakob Hupmann
Natalia Kawalek-Plewniak
Cigdem Soyarslan


Wiener Kammerchor, Ltg. Michael Grohotolsky
Bach Consort Wien
Rubén Dubrovsky, musikalische Leitung



Der österreichische Komponist Florian Leopold Gassmann trat 1771 für die Gründung der Tonkünstler-Sozietät ein, die Musikveranstaltungen für die Öffentlichkeit in Wien organisieren und sich zudem um Witwen und Waisen verstorbener Mitglieder der Vereinigung annehmen sollte. Das von ihm komponierte und am 19. März 1772 uraufgeführte Oratorium La Betulia liberata war die erste Aufführung der neugegründeten Sozietät.

Hierbei griff Gassmann auf ein Libretto Pietro Metastasios zurück, das u.a. auch von W. A. Mozart vertont wurde und insbesondere das Wiener Publikum an eine Ereignis erinnerte, das sich wie kaum ein anderes dem kollektiven Gedächtnis eingegraben hatte: die Befreiung der Stadt von der Belagerung durch die Türken 1683 (Text: Theater an der Wien).



Gassmanns La Betulia Liberata

Es gibt rund 80 Oratorien, die das Judithbuch als Thema beinhalten. In Wien hatte damals diese Handlung eine Sonderstellung, da Judith oft mit Maria Theresia assoziiert wurde. Beide waren angezweifelte Heldinnen, schön, sehr religiös, ihren Ehemännern ergeben, bei deren Tod am Boden zerstört und in Bereichen tätig, die sonst üblicherweise nur Männern vorbehalten waren. Gassmann wählte das Libretto nicht ausschließlich aufgrund der Popularität und den parallelen zur Persönlichkeit Maria Theresias, sondern auch wegen Metastasios außergewöhnlicher Dramatik.

Das Libretto gab den Stoff für ein Oratorium, das sehr nahe an der Oper liegt. Gassmann schuf damit ein Werk, das als ein hervorragendes Beispiel für den Übergang zur Wiener Klassik steht. Viele Elemente sind zu finden: Die Figuren werden über klar gezeichnet, so, dass auch Zuschauer folgen können, die der Italienischen Sprache nicht mächtig sind. Die Streicher „weinen“ zum Wort "Pianto", Tremoli ertönen wenn von Feuer die Rede ist. Und als von Holofernes' Ableben berichtet wird, verstummt auch das Orchester kurz.

Außer dem theologischen Diskurs sind die Recitativi accompagnati, die als Arien ausgeführt sind, nicht alle in reiner Da Capo Form, sondern werden manchmal entweder komprimiert oder verkürzt, um die dramatische Aktion fließender vorwärts zu bringen. Der Chor unterbricht Gebete und Dialoge mit lauten Rufen, womit er sehr realistisch eine wütende Meute repräsentiert. Das Finale ist sehr komplex, es beinhaltet sowohl Soli als auch Duette oder Tuttistellen. Wahrscheinlich ist dies ein Beispiel des Bestrebens Gassmanns, im Finale der Opera Buffa das Sängerensemble einzubringen.

La Betulia Liberata ist eines der spannendsten Werke dieser Zeit, geschaffen von einem brillanten Komponisten am Wiener Hof, der damit den Übergang zur Vorklassik einleitete.

Weitere Informationen finden Sie  auf der Website des Theater an der Wien

 

 

Termine / Tickets

12.06.2015

L. Vinci / G.F. Händel - Semiramide »

Händelfestspiele Halle (D), Rubén Dubrovsky; Bach Consort Wien

Projekte

Ein Auszug aus Konzertprogrammen und Projekten mit Informationen zu Gastsolisten und Besetzung
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