Bach Consort Wien

Gegründet im Jahre 1999 entwickelte sich das Bach Consort Wien unter der Leitung von Rubén Dubrovsky bald zu einem der bedeutendsten Barockensembles Österreichs.

Das Ensemble konzertiert bei zahlreichen Festivals und Konzerthäusern wie im Wiener Musikverein, Konzerthaus Wien, Osterklang, Theater an der Wien, Kammeroper, Mozartwoche Salzburg, Styriarte Graz, Barocktage Melk, Brucknerhaus Linz, in Eisenstadt, Feldkirch (A), Händelfestspiele Halle, Festival Rhein Vokal, Schwetzingen, Musikfest Erzgebirge (Deutschland), Winterthur (Schweiz), Ancona (Italien), Zagreb, Varaždin (Kroatien), Via Stellae/Santiago de Compostela, Palau de la Musica Valencia und Barcelona (Spanien) und beim Estoril Festival (Portugal).

Neben dem grossen Orchesterrepertoire sind die Kernmitglieder um Konzertmeisterin Agnes Stradner in vielfältigen Kammermusikbesetzungen zu erleben.

Bach Consort Wien | Foto: Julia Wesely

Seit 2013 hat sich das Bach Consort Wien besonders als Opernorchester profiliert. Ein Meilenstein war die österreichische Erstaufführung von Porporas Polifemo (Theater an der Wien). Es folgten Händels Orlando, Oreste und Rinaldo, letztere war auch ein großer Erfolg am Moskauer Bolschoi-Theater. Besondere Bedeutung hatte auch die erste Wiener Produktion auf Originalinstrumenten von Mozarts Spätwerk La clemenza di Tito.

Weitere wichtige Erstaufführungen fanden unter Gastdirigenten statt: Semiramide riconosciuta (Vinci/Händel) mit Alan Curtis, Antigona (Traetta) mit Attilio Cremonesi, Gli uccellatori (Gassmann) und  La scuola dei gelosi (Salieri) mit Stefan Gottfried und Arianna in Nasso (Porpora) mit Markellos Chryssicos.

Raritäten aus dem sakralen Repertoire wie La Betulia liberata (Gassmann), Christo nell'orto (Fux) oder Maddalena al Sepolcro (Pergolesi) wurden unter der Leitung von Rubén Dubrovsky zum ersten mal zur Aufführung gebracht.

Ihrem kammermusikalischen Gründungsgeist treu, zeichnen sich die Solisten des Bach Consort Wien um Agnes Stradner durch klangliche Transparenz und persönlichen Ausdruck aus, oft im Dialog mit anderen Kunstrichtungen wie Tanz und Literatur.

Das Ensemble arbeitet mit Solisten wie Bernarda Fink, Franco Fagioli, Emma Kirkby, Vivica Genaux, Andreas Scholl, Terry Wey, Laura Aikin, Christophe Coin, Florian Bösch, Michael Schade, Christiane Karg und Christian Immler zusammen. Mit dem Salzburger Bachchor ist das Bach Consort Wien seit Jahren partnerschaftlich verbunden.

Die Osterkonzerte des Bach Consort Wien werden seit 2014 von ORF, 3sat und vielen weiteren TV-Sendern weltweit übertragen. Erschienen sind Live-Einspielungen von Monteverdis Selva morale e spirituale auf DVD (ORF) und Händels Messiah auf CD und DVD (Gramola/Naxos), weiters die CD Pace e Guerra mit dem Countertenor Terry Wey (Sony/Harmonia Mundi) und Vidala - Argentina and Roots of European Baroque (Gramola) die zweifach für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.  

Im Jahr 2018 sind zwei live-CDs mit Werken von Antonio Vivaldi, interpretiert von Vivica Genaux (Sony) sowie Andreas Scholl (Gramola), erschienen.