Rubén Dubrovsky

Der Wahlwiener Rubén Dubrovsky wurde als Sohn einer polnisch-italienischen Künstlerfamilie in Buenos Aires geboren. Der vielseitige Künstler ist Mitbegründer und Leiter des Bach Consort Wien, mit dem er seit 1999 im Musikverein Wien, im Wiener Konzerthaus, im Theater an der Wien, bei der Mozartwoche Salzburg, den Händel-Festspielen Halle und auf zahlreichen internationalen Bühnen aufgetreten ist. Zudem ist er Artistic Director des Vokal-Instrumentalensemble Third Coast Baroque in Chicago, dessen Konzerte vom „Chicago Tribune“ wiederholt enthusiastisch rezensiert und zuletzt zu den Highlights des Jahres 2017 gezählt wurden.

Rubén Dubrovsky | Foto: Julia Wesely

Rubén Dubrovskys symphonisches Repertoire reicht von Haydn bis zur Moderne. In den vergangenen Jahren dirigierte er Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Wagner, Strawinsky, Schostakowitsch, Pärt und Strasnoy. Als Gastdirigent stand er am Pult von Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Musikkollegium Winterthur, dem Aarhus Symphonieorchester, dem Philharmonischen Orchester Kiel, dem Staatsorchester Darmstadt, den Deutschen Händel Solisten, dem Chicago Bach Ensemble und dem Orchester des Teatro Argentino de la Plata.

Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Tätigkeit sind die Opern von Georg Friedrich Händel und Wolfgang Amadeus Mozart. Bisher leitete er szenische Produktionen von Giulio Cesare, Rinaldo, Radamisto, Agrippina, Tamerlano, Orlando, Semiramide und Oreste bzw. von Mitridate, Idomeneo, La clemenza di Tito, Le nozze di Figaro und Così fan tutte.

Besondere Höhepunkte waren die erste Produktion an der Semperoper Dresden von Monteverdis L’incoronazione di Poppea, die Eröffnung der Sala Martín y Soler im Palau de les Arts Valencia mit der Oper L’arbore di Diana von Soler und Da Ponte sowie Händels Rinaldo am Bolschoi Theater Moskau. Darüber hinaus leitete er Scarlattis Marco Attilio Regolo, Lullys Atys, Vivaldis Orlando furioso, Porporas Polifem“, Glucks Orfeo ed Euridice und Alceste sowie Rossinis Tancredi.

Rubén Dubrovskys passionierte Forschungsarbeit über die traditionelle südamerikanische Musik und ihre gemeinsamen Wurzeln mit der europäischen Barockmusik wurde im Jahr 2015 in der TV-Produktion Bach to the Roots (ORF/3sat) dokumentiert. Die dazu erschienene CD „Vidala“ (Gramola) mit dem Bach Consort Wien wurde für den deutschen Schallplattenpreis nominiert.

In der Saison 2017/18 dirigiert Rubén Dubrovsky Mozarts Le nozze di Figaro am Staatstheater Darmstadt und an der Oper Köln, Bachs h-Moll-Messe als ORF-Osterkonzert im Stift Klosterneuburg und Bachs Brandenburgische Konzerte im Musikverein Wien. Weitere Engagements führen ihn mit Händels Wassermusik und Arvo Pärts Te Deum in den Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, mit Brahms’ Vierter Symphonie und Werken von Schumann und Strasnoy ans Staatstheater Darmstadt, für Händels Oreste zu den Händel-Festspielen Halle und für Hasses Enea in Caonia nach Rom. Mit dem Third Coast Baroque Chicago bringt er gemeinsam mit der Mezzosopranistin Vivica Genaux Vokalwerke von Bach, Händel und Scarlatti sowie Arien von Vivaldi zur Aufführung.

Dirigate